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Bremse lösen: Wie du Selbstzweifeln die Spitze nimmst

Wenn du Zweifel an dir hegst oder bei einem mutigen Schritt nach vorne Richtung Sichtbarkeit zögerst, dann achte einmal auf deinen inneren Dialog. Sprichst du mit dir in der Ich- oder Du-Form?

  • Ich bin nicht gut genug!
  • Ich stell mich einfach zu blöde an.
  • Wenn ich bloß wüsste, was ich will…

Oder gar:

  • Du Nulpe!
  • Du stellst dich aber auch zu blöd an. Du glaubst doch wohl nicht im Ernst daran, dass Kunden dich so für voll nehmen?
  • Jetzt wird´s aber Zeit, dass du endlich mal in die Pötte kommst!

Ganz schön fies, was? Vorwürfe zu machen, das kann oft niemand besser als wir selbst! So oder ähnlich könnte es lauten… Frag dich einmal, welche Sätze du dir in schwachen Momenten um den Kopf haust.

Schreib sie alle auf – und prüfe deine Formulierungen. Leicht wechseln wir dabei nämlich die Perspektive, ohne es bewusst zu registrieren oder zu hinterfragen. Schnell wird dann aus einem „Ich dumme Gans…“ ein „Du dumme Gans…“ und schon schimpft da ganz wer anderes mit dir.

Tu dir gut! Wie du internalisierte Wertungen aus deiner Kindheit entmachtest

Was tut dir mehr weh, die Ich- oder Du-Botschaft? Das kann je nach Thema ganz unterschiedlich ausfallen. Doch bei den Du-Sätzen scheint das Urteil wie von außen zu kommen – und das schmerzt meist doppelt.

Meist greifen wir auf solche Sätze zurück, weil wir sie wirklich irgendwann einmal in dieser oder ähnlicher Form gehört haben. Es sind internalisierte Stimmen, die aus einer Zeit stammen, als wir uns noch nicht gut dagegen wehren konnten – oder nicht sicher waren, ob dieses Urteil tatsächlich stimmt.

Schritt 1 – Identifiziere, woher du das hast

  • Wer sagt das? Mutter, Vater, Oma, Opa, Geschwister, Lehrer B oder Mitschüler A
  • Ist das wahr? Vermutlich nicht (mehr)! Jedenfalls nicht 100%ig – und da bin ich mir ganz sicher!
  • Hat das jetzt noch Gültigkeit? Vermutlich nicht! Daher tief durchatmen und beim nächsten Tipp weitermachen…

Schritt 2 – Ein Wechsel der Tonart verändert die Wirkung

Eine spielerische Form, diesen Sätzen ihre vernichtende Wirkung zu nehmen, ist das Verändern deiner Stimme. Manche empfehlen dazu eine Mickey-Mouse-Stimme oder einfach nur ganz ganz schnell oder sehr sehr langsam zu sprechen.

Schon die Richtung der Stimme kann Einfluss haben. Kommt sie eher von oben rechts oder von hinten? Verändere spielerisch deine Stimme, bis du den Satz albern findest und nicht länger wiederholen magst.

Indem du deine Stimme veränderst, wacht dein Gehirn aus seiner Schockstarre auf und erkennt diesen Satz als eine neue Botschaft – die es überprüfen und verwerfen kann.

Tu dir gut! Wie du dich selbst ermutigen kannst

Nun kommt der entscheidende Part: Welcher Satz wäre JETZT aufbauender? Such nach genau diesen Sätzen, denn sie entlasten enorm!

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Mach dir selbst Mut und zwar durch ermutigende Sätze. Wähle dazu zuerst die Botschaft aus, die dich jetzt so richtig aufbaut. Etwa:

  • Ich bin eine Bereicherung!
  • Ich packe das!
  • Ich weiß, was für mich gut ist.

Teste nun, inwieweit dir die Du-Botschaft zusätzlichen Elan verleiht, denn jetzt erhältst du durch sie einen bärenstarken Förderer an deine Seite. Wenn du magst, wähle die Stimme einer geliebten Person, die Folgendes zu dir sagt:

  • Du bist eine Bereicherung!
  • Du packst das!
  • Du weißt, was für dich gut ist!
  • Vertraue auf dich, mein Kind!

Mein Zusatztipp: Wenn du nach dieser Übung immer noch zweifelst, dann mag die Botschaft sehr tief in dir gespeichert sein. Dann können körperorientierte Methoden wie beispielsweise EFT oder Wingwave zusätzliche Entlastung bieten oder ein Coaching, dass deine Ursachen genauer in den Blick nimmt.

Sprich mich gern an, wenn du diese Themen lieber gemeinsam angehen willst.

Deine Silke


ErfolgsbremsenBleibst du hinter deinem Potenzial zurück?

Im Coaching-Paket „Die Bremse lösen“ biete ich einen aufeinander aufbauenden Prozess, um Wege aus dem Teufelskreis von Selbstzweifeln und unnötigem Zögern zu finden. Alle Infos dazu findest du hier.


 

In loser Folge werde ich in den kommenden Wochen einige typische Erfolgsbremsen hier im Blog aufgreifen und Ansätze zur Lösung aufzeigen.

Folg mir:

Silke Nuthmann

Ich bin als systemischer Coach und Texterin unterwegs in Sachen Potenzialentwicklung. Mein Business in Kurzfassung: Impulse bieten, wie du stressfrei und gelöst deine Ziele verwirklichst. Dabei schlägt mein Herz für Introvertierte, damit deine Ideen immer genug Gehör bzw. Kunden finden.
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Über Silke Nuthmann

Ich bin als systemischer Coach und Texterin unterwegs in Sachen Potenzialentwicklung. Mein Business in Kurzfassung: Impulse bieten, wie du stressfrei und gelöst deine Ziele verwirklichst. Dabei schlägt mein Herz für Introvertierte, damit deine Ideen immer genug Gehör bzw. Kunden finden.
Veröffentlicht am | 4 Kommentare

4 Antworten auf Bremse lösen: Wie du Selbstzweifeln die Spitze nimmst

  1. Oliver

    Schöner Artikel, aber bei „Schritt 1 – Identifiziere, woher du das hast“ ist mir der Sprung von „Ist das wahr?“ zu „Vermutlich nicht (mehr)! Jedenfalls nicht 100%ig – und da bin ich mir ganz sicher!“ zu schwer nachvollziehbar.

    • Silke Nuthmann

      Hallo Oliver,

      danke für dein Feedback, vor allem das „schöner Artikel“.

      Ich kann dein Hadern ganz gut verstehen. In diesem Schritt bin ich wirklich recht schnell.

      Die Frage „Ist das wahr?“ ist inspiriert von Byron Katie. Ein Konzept, das mir lange zu kognitiv erschien und damit zu einfach. Vom Gefühl habe ich meist noch lange rebelliert, obwohl mein Verstand schon erkennen konnte, dass Aussagen NICHT mehr wahr waren. Das Drama an solch inneren Glaubenssätzen ist ja leider, dass sie sich anfangs (oft erschreckend lange) so wahr anfühlen.

      Doch tatsächlich übertreibt unser innerer Kritiker dabei oft – oder die Stimme ist schon alt und womöglich haben wir die ursprüngliche Ironie dahinter gar nicht verstanden. Oder wir hatten wirklich unter destruktiven Eltern, Geschwistern oder Lehrern zu leiden. Fakt ist – und ich bin mir da wirklich ziemlich sicher – dass wir meist schlimmer von uns denken, als es tatsächlich der Fall ist. Und dass solche Pauschalurteile uns nicht gut tun. Womöglich hast du recht und es gibt die ein oder andere Situation, in der wir uns deutlich besser anstellen könnten. Aber in den meisten Fällen gibt es viel sanftere und fürgsorglichere Botschaften, die wir uns stärkend mit auf den Weg geben können.

      Danke nochmal, dass du mich daran erinnerst, dass ich die Sachlage psychologischer Phänomene nicht zu einfach machen – und die Dramatik dahinter nicht beschönigen will.

      Umdenken gelingt meist dann, wenn wir diesen ersten Zweifel zulassen – und über den Punkt hinausgehen, Wahrheiten un-hinterfragt zu akzeptieren.

      Liebe Grüße
      Silke

      • Oliver

        „Oder wir hatten wirklich unter destruktiven Eltern, Geschwistern oder Lehrern zu leiden. Fakt ist – und ich bin mir da wirklich ziemlich sicher – dass wir meist schlimmer von uns denken, als es tatsächlich der Fall ist. Und dass solche Pauschalurteile uns nicht gut tun.“
        Genau, aber wie kann man da jemanden zum ausbrechen bewegen? Wenn jemand ein Leben lang die eigene Schlechtheit doktriniert bekommen hat, so dass diese Person davon zu tiefst überzeugt ist/wurde?

      • Silke Nuthmann

        Hallo Oliver,

        der Tipp im Artikel ist eher für weniger tief sitzende Glaubenssätze geeignet. Wenn etwas schmerzt und wir unseren eigenen inneren Kommentar zu negativ halten, kann die Veränderung in der Stimme, Betonung und Inhalten tatsächlich sehr erleichtern. Was du beschreibst, scheint tiefere Wunden hinterlassen zu haben. Dazu gibt es gute Übungen im Coaching, die auch solchen Schmerz verabschieden und durch ein positiveres Selbstbild ersetzen helfen. Hast du es schon einmal mit einem Coaching probiert?

        Viele Grüße, Silke

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