Wandel wagen

Der Chancen-Finder – 2

Ich hatte Ihnen vor kurzem Tipps versprochen, die Chancen in Ihrem Leben strategisch zu erhöhen. Hier kommt die Fortsetzung mit Tipp-Nr. 4 – 5 – 6!

Teil II. Unscheinbares aufpolieren


In dieser Tipp-Kategorie geht es darum, dass uns Betrübliches oft den Blick dafür verstellt, welche ungeahnte Potenziale eine Situation darüber hinaus noch birgt. Da sitzt eine Frau etwa mit Tunnelblick vor einer Steuererklärung oder einem anderweitigen Formular und kommt nicht voran – und übersieht dabei, dass sie sich gerade ein Stück Selbständigkeit erobert, wenn es zuvor immer ihr Mann für sie erledigt hat. Ein anderes Beispiel ist der regnerische Nachmittag, der zwar den geplanten Ausflug zunichte macht, dafür jedoch die eigenen Energiereserven begeistert über die faulen Zeit auf dem Sofa jubeln.

TIPP 4: Befreien Sie Trübes vom Staub

Sie müssen an das Schicksal nicht einmal glauben, fragen Sie sich einfach hypothetisch, was es für Sie in petto haben könnte. Hier ist jede Form von intuitiver Antwort gut und richtig.

  • Was, wenn dies ein „Wink des Schicksals“ wäre?
  • Nur mal angenommen, es wollte mich auf irgendetwas aufmerksam machen… Was wäre die Botschaft an mich?

Lauschen Sie nach diesen Fragen emsig nach innen und seien Sie offen für die leise Stimme Ihrer Intuition. Unterstützung etwa durch Meditation, Yoga oder Focusing kann dabei nicht schaden.

Ein persönliches Beispiel: Ich fühlte mich kränklich, kalt und müde. Bei Hinspüren kam dann die innere Botschaft, ich solle mich nicht für fremde Zwecke verausgaben. Stattdessen solle ich mich klar ausrichten auf »Meins«: Freude & Gewinn. Das ist mein Jahres-Fokus! Welch kluge Erinnerung daran. Das hatte ich wohl etwas aus den Augen verloren: in der vierzehnten Kalenderwoche mit x fremden To Dos und Deadlines. Danach habe ich mir ein Innehalten und Neujustieren gegönnt – und schrieb munter noch kurz vor Mitternacht 😉

TIPP 5: Legen Sie Ihren Diamanten frei

Viele Edelsteine sehen zunächst ganz unscheinbar aus. So ist es auch mit unseren Chancen. Nur wer sie erkennt und vom Staub zu befreien versteht, kann sie ergreifen und ihren Glanz erwecken. Dazu müssen wir uns aber oft erst einmal durch unseren eigenen Frust durcharbeiten, wenn Dinge sich ganz anders entwickeln als erhofft.

Nutzen Sie den pragmatischen »Vier-Fragen-Umwandler« bei unliebsamer Chancen-Verzögerung oder ungeliebten Begebenheiten:

  • Was nervt? Benennen Sie ein mittelprächtiges Frustpotenzial der Situation
  • Was nervt noch mehr? Benennen Sie den mächtig großen Brocken
  • Was könnte denn nett daran sein? Benennen Sie ein kleines Fünkchen Glanz
  • Wie wird was draus? Benennen Sie die ungeahnte Chance (und sei es für andere)

Ich bin und kenne beispielsweise viele Smalltalk- bzw. Networking-Muffel.

  • Was mich nervt ist dieses kurzweilige Plaudern ohne Tiefe, das mir als Zeitverschwendung anmutet.
  • Noch mehr nerven mich die überagilen Plaudertaschen, die sich unsensibel mit viel Selbstbeweihräucherung zu vermarkten suchen.
  • Nett sein können manchmal ganz ungeahnte Gespräche am Rande: in der Raucherzone, kurz vorm Gehen, am Buffet oder beim Aufräumen.
  • Und es wird was draus, wenn ich mir zugestehe, dass ich in vielen Punkten recht introvertierte Bedürfnisse habe, obwohl es mir leicht fällt auf Leute zuzugehen. Also wird was draus, wenn ich mir die Leute und Events ausgucke, auf die ich wirklich Lust habe und alles andere links liegen lasse. Zusätzlich haben die anderen etwas von mir [hoho, ganz selbstbewusste Einstellung: Ich habe viel zu bieten], also sollte ich mich vielleicht öfter mal wieder ins Getümmel wagen.

Wobei hilft Ihnen der »Vier-Fragen-Umwandler«? Welche Situation braucht einen Relaunch?

TIPP 6: Wo wäre mein „Häufchen“ große Kunst?

Ich habe einmal die überlieferte, nicht verifizierte Geschichte einer Putzfrau gehört, die eine Installation von Joseph Beuys zerstörte, weil sie das Kunstwerk für Dreck hielt. Upps!

Na, nicht immer ist große Kunst also für alle ersichtlich, nicht einmal im Museum! Damit Ihre nächste Chancen-Entdecker-Gelegenheit nicht ungenutzt vorüberstreicht, können Sie „Unschönes“ in Wertvolles umwandeln, indem Sie sich fragen, ob das gleiche Verhalten in einer anderen Situation hilfreich wäre.

  • Das Prinzip »Wo?«: Übertragen Sie Ihre Situation auf einen anderen Kontext bzw. Ort, wo Ihre Haltung, Ihr Handeln oder das Ergebnis positiv bewertet wird!

Zur Veranschaulichung: Sie sind sehr ungeduldig? Dann sind Sie in Meetings der perfekte Zeitwächter! Ein klassisches Reframing-Beispiel von Schwächen, das man im Vorstellungsgespräch anwendet. Oder Sie ärgern sich über hektische Autofahrer? Dann sind Sie wahrscheinlich ein guter Beobachter Ihrer Umgebung und haben klare Vorstellungen von umsichtig oder falsch – das könnte in Gesprächen als Anwalt durchaus wertvoll sein oder Sie zum Polizisten befähigen (solange Sie Ihren Ärger für sich behalten).

Das Prinzip »Wo?« können Sie auch als Trüffelschwein-Strategie bezeichnen: Sie suchen sich einfach einen neuen Ort, wo man Ihre zuvor vergrabenen Fundstücke zur Delikatesse hochstilisiert! Gewusst wie!

Was haben Sie noch so zu bieten? Welche Trüffel harren noch auf Entdeckung?


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Silke Nuthmann

Ich bin als systemischer Coach und Texterin unterwegs in Sachen Potenzialentwicklung. Mein Business in Kurzfassung: Impulse bieten, wie du stressfrei und gelöst deine Ziele verwirklichst. Dabei schlägt mein Herz für Introvertierte, damit deine Ideen immer genug Gehör bzw. Kunden finden.
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Über Silke Nuthmann

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