Wandel wagen

Fünf Gründe, warum Wandlung schwerer fällt als erhofft

In meinem allerersten Blogartikel habe ich beschrieben, warum wir uns schwer tun, gegen innere Einbahnstraßen zu verstoßen und in neue Richtungen aufzubrechen.

Hier ergänzend fünf Gründe, warum wir so leicht im Vertrauten hängenbleiben und dazu fünf Leitfragen für all diejenigen, die das Ausharren gründlich satt haben.

1) Unser Ziel ist nur die halbe Wahrheit

Ich mache es als Trainerin in jedem Kurs: Eine intensive Klärung der individuellen Ziele direkt zu Beginn. Doch so sinnvoll eine Zielklärung sein kann, manche Ziele lassen sich vordergründig gar nicht packen – oder entfalten erst im genaueren Hinspüren ihre wahre Dimension.

Denn oft werden als Ziel schon Maßnahmen benannt (ich will abnehmen, mehr Sport treiben, früher Feierabend machen oder umgekehrt Karriere).

Hm, ja, alles schön und gut, doch die tatsächliche Sehnsucht versteckt sich in diesen äußeren Hüllen und zielt womöglich auf mehr Anerkennung, ein gutes Körpergefühl oder anderem mehr – und dazu ist Sport oder Karriere nur ein möglicher Weg der Erfüllung.

Meine Leitfrage an Sie:

Was ist das Ziel hinter Ihrem Ziel?

Anders ausgedrückt: Was wollen Sie erreichen bzw. sicherstellen, indem Sie Ihrem Ziel Leben einhauchen?

2) Wir werden unbewusst gesteuert

So betrüblich es auch sein mag, aber wir sind längst nicht so vernunftbegabt wie wir meinen. Da brauche ich mich nur bei meiner eigenen Ernährung zu ertappen und erkenne, wie sehr ich ferngesteuert und zielsicher zu den Verlockungen greife, die kurzfristig schmecken und mit viel Kalorien meine Sinne täuschen.

Da es mir hier allerdings weniger um eine Ernährungsberatung als um persönliche Entwicklung geht, fragt sich, ob wir nicht auch durch unser emotionales Erfahrungsgedächtnis in die Irre geleitet werden.

Da scheint der Akquise-Anruf beim nächsten Kunden in spe auf einmal „gefährlich“ und wir fühlen uns so mies, dass wir uns lieber mit anderen Dingen beschäftigen.

Hier gilt, unser Unbewusstes zum Freund zu machen und sich zu fragen, was unser Ziel in uns wach ruft – an positiven und negativen Assoziationen

Meine Leitfrage an Sie:

Was lässt Sie zögern?

Viel wichtiger: Welches Bild, Gefühl und Körperempfindung löst Ihr Ziel aus?


Wenn Sie sich innerlich blockiert fühlen, tun Sie sich den Gefallen und holen Sie sich Hilfe dazu. Ein Coaching kann helfen, damit Sie danach mit frischem Mut und Elan weitergehen.


3) Gewohnheiten prägen sich tief ein

Haben Sie schon einmal versucht, sich mit der anderen Hand die Zähne zu putzen? Oder sich dabei ertappt, dass sie wie ferngesteuert zu Hause ankommen, obwohl Sie unterwegs noch etwas anderes erledigen wollten?

Gewohnheiten machen uns den Alltag leicht und überhaupt erst machbar. Wo wären wir, wenn wir über jedes Schalten noch wie ein Fahranfänger nachdenken müssten?

Aber Gewohnheiten bieten leider auch eine fatale Sicherheit. Die uns in bekannten Situationen hängen bleiben lässt, obwohl wir schon längst hinausgewachsen sind. Das kann von einem Job, einer Beziehung oder einem Wohnort so ziemlich auf all unsere Lebensumstände zutreffen.

Auch bei Gefühlsreaktionen reagieren wir oft nach einem wohlvertrauten Muster: Da erfolgt ein Angriff, wir machen vielleicht innerlich dicht oder gehen direkt in den Gegenangriff über.

All das geht so schnell, dass wir es vielleicht hinterher bedauern, nur ändern ließ es sich so leicht nicht. Schade, denn auch hier lässt sich umlernen.

Meine Leitfrage an Sie:

Wann agieren Sie wie ferngesteuert?

Welcher Auslöser geht Ihrer Reaktion unmittelbar bevor? Ist es der Tonfall Ihres Gegenübers, ein bestimmtes Wort, eine Geste?

4) Das alte Verhalten ist noch für irgendetwas gut

Dieser Aspekt ist tröstlich, aber leider längst nicht bei allen Fällen wirklich der Auslöser. Wenn eine Frau regelmäßig an Migräne leidet, dann kann dies womöglich die einzige Auszeit sein, die sie sich in ihrem übervollen Parttime-Business und Job als engagierte Familien-Managerin gönnt.

Sekundärer Krankheitsgewinn wird das von Medizinern dann genannt. Aber auch ein Reden über Probleme oder offene Sehnsüchte kann für manche vertrauter sein und verbindender, als die Probleme tatsächlich zu lösen und die Sehnsucht am Schopfe zu packen und wahr zu machen.

Meine Leitfrage an Sie:

Was haben Sie davon, dass Sie noch nicht handeln?

Fühlen Sie sich berührt? Wollen Sie vermeiden, Ihre Träume scheitern zu sehen und riskieren deshalb, sie niemals anzugehen?

5) Die Zeit ist noch nicht reif

Manche Dinge müssen wachsen – Ungeduld und Druck machen es nur schlimmer. Der Königsweg ist in diesem Fall Gelassenheit und ein gutes Auge dafür, was in Ihrer eigenen Macht steht und was Aufgabe Ihres Umfeldes ist.

Hilfreich für die Gelassenheit ist das Bild vom Gärtner, der bei frisch gesätem Rasen nur abwarten kann und für gute Wachstumsbedingungen sorgen, wie Dünger und Bewässerung.

Meine Leitfrage an Sie:

Wie können Sie Dinge sich entwickeln lassen?

Denn kein noch so zartes Ziehen an den Halmen lässt sie schneller sprießen. Wo stehen Sie aktuell? Ist Action nötig: Ärmel hochkrempeln, umgraben, ackern, säen – oder braucht Ihre Saat nur noch ein wenig Wachstum, bevor Sie ernten können?

Folg mir:

Silke Nuthmann

Ich bin als systemischer Coach und Texterin unterwegs in Sachen Potenzialentwicklung. Mein Business in Kurzfassung: Impulse bieten, wie du stressfrei und gelöst deine Ziele verwirklichst. Dabei schlägt mein Herz für Introvertierte, damit deine Ideen immer genug Gehör bzw. Kunden finden.
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Über Silke Nuthmann

Ich bin als systemischer Coach und Texterin unterwegs in Sachen Potenzialentwicklung. Mein Business in Kurzfassung: Impulse bieten, wie du stressfrei und gelöst deine Ziele verwirklichst. Dabei schlägt mein Herz für Introvertierte, damit deine Ideen immer genug Gehör bzw. Kunden finden.
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