Wandel wagen

Meckern erlaubt (!)

Ewige Nörgler rauben einem den letzten Nerv. Doch wenn man eine ausgefeilte Frust-Sammlung als Grundlage für Lösungen heranzieht, kann das sehr erhellend sein. Der erste Schritt ist so einfach wie ungwöhnlich: Geben Sie sich oder dem Nörgler die ungehemmte Erlaubnis zu meckern.

Sagen Sie ihm: »Spucken Sie es aus – ich höre Ihnen zu«:

  • Was nervt Sie gewaltig?
  • Was wollen Sie nicht länger um sich haben?
  • Wen oder was können Sie nicht mehr ertragen?

Alternativ laden Sie sich selbst ein, einmal genau das zu tun: Mecker, mecker, mecker… Legen Sie so richtig los!

  • Was nervt mich gewaltig?
  • Was will ich nicht länger um mich haben?
  • Wen oder was kann ich nicht mehr ertragen?

Je länger Ihre Liste, desto besser für Sie! Denn vor allem die unverdauten Brocken machen Bauchschmerzen. Eben die, die wir unverdaut herunterschlucken. Jetzt liegen diese Brocken vor Ihnen im hellen Licht. Was nun? Probieren Sie einmal Folgendes…

Geschicktes Vorgehen: Erst meckern, dann wandeln

Kleine Warnung: Dieses Vorgehen ist für Sie allein leichter durchzuführen als mit einem notorischen Nörgler. Dennoch haben Sie mit den folgenden Impulsen eine gute Chance, ihn auf den Teppich der Tatsachen zurückzuholen.

Fragen Sie ihn: »Wollen Sie nörgeln oder tatsächlich zufrieden sein?« Wenn er sich für Zufriedenheit entscheiden, eröffnen Sie ihm seine Optionen:

Frust verdauen mit der Esel-Strategie: ♠ IA ♠ IA ♠


 ♠ I ♠    Ignorieren

Was nur mäßig nervt oder nur gelegentlich auftaucht, bleibt besser ignoriert. Machen Sie dazu keine allzu große Welle: Der Aufwand lohnt nicht!

♠ A ♠   Akzeptieren

Wenn uns die Hände gebunden sind, weil eine Änderung der Situation bei anderen liegt, dann söhnen Sie sich lieber aus.

Wenn ein Frustfaktor außerhalb Ihres Einflusses liegt, etwa wenn Ihr Chef-Chef regelmäßig mitten in ein bereits abgesegnetes Projekt grätscht, dann kämpfen Sie nicht an der falschen Front. Er ist, wie er ist! – Schonen Sie lieber Ihre Nerven und fügen Sie sich in Ihr Schicksal.

♠ I ♠    Innovieren

Was lässt sich ändern? Haben Sie wirklich schon alle Optionen ausgelotet? Eine echte Wahl beginnt bei drei Alternativen, heißt es. Versuchen Sie doch einmal, mindestens neun zu finden. So viele Möglichkeiten… die beruhigen bereits beim Austüfteln…

1 – 2 – 3 – 4 – 5 – 6 – 7 – 8 – 9

Eine genervte Putzfrau war echt findig: Im Wohnheim meiner Freundin zu Studienzeiten drohte sie angesichts der wachsenden ungespülten Geschirrberge damit, alles in den Müllschlucker zu werfen.

Nichts geschah – sie tat es – danach wurde es richtig ordentlich… Welche Optionen haben Sie bislang als undenkbar zurückgewiesen?

♠ A ♠   Anpacken

Treffen Sie jetzt Ihre Wahl für den nächsten Schritt! Denn Nachdenken ist das eine, wirklich ändern tut sich dadurch jedoch selten. Seien Sie gewiss: Wenn Sie die Spielregeln ändern, wird Ihre Umgebung mitziehen müssen.

Krempeln Sie die Ärmel hoch – und packen Sie es an!

Was wäre, wenn Sie zukünftig die Provokation eines Kunden/Lieferanten/Kollegen einfach ins Leere laufen lassen? Vielleicht geht ihm dann die Munition aus oder er besinnt sich auf eine kollegialere Art des Umgangs mit Ihnen.

Was wäre, wenn Sie dem Nörgler danken, weil er Sie auf ein geniales Optimierungspotenzial aufmerksam macht? Eins, das Ihnen selbst nie aufgefallen wäre.


Betrachten Sie Hürden als Chancen, dann liegen die Brocken nicht mehr im Wege, sondern eröffnen neue… Denn es liegt oft mehr in unserem Einflussbereich, als wir zunächst denken!

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Silke Nuthmann

Ich bin als systemischer Coach und Texterin unterwegs in Sachen Potenzialentwicklung. Mein Business in Kurzfassung: Impulse bieten, wie du stressfrei und gelöst deine Ziele verwirklichst. Dabei schlägt mein Herz für Introvertierte, damit deine Ideen immer genug Gehör bzw. Kunden finden.
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Über Silke Nuthmann

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