Einfacher überzeugen

Schön daneben gegangen

Heute wurde ich gefragt, was ich denn an dem Wort »schön« auszusetzen hätte. Ich finde es tatsächlich schön, nur nicht, wenn es Erlebnisse gleich macht und die Schönheit im Detail verloren geht. Doch was war passiert?

„Schön war´s mit dir!“
Der Fragende hatte einen langen Ausflug mit einer Freundin unternommen, die den Tag als schön zusammenfasste. Er protestierte gegen das »schön« und probierte sich mit einer konkreteren Beschreibung von anregend, beschwingt und weiterem mehr. Sie hingegen fühlte sich nicht inspiriert, sondern kritisiert.

Hui, das war nun gar nicht im Sinne meines kleinen Aufrufs zu mehr achtsamer Präsenz. Ihre Reaktion macht deutlich, dass sie sein Nachhaken eher trennend als Verbindung schaffend erlebte. Doch wie könnte sein Appell zu mehr Tiefe besser gelingen?

Tiefer tauchen: (oberflächliches) Feedback hinterfragen

Wie schön, dass wir heute Zeit miteinander hatten!“, könnte man sich wie die Oberfläche eines kleinen Sees vorstellen. Der Satz beschreibt, was sichtbar ist: eine glatte spiegelnde Wasserfläche.

Wenn Sie mehr erfahren wollen, tauchen Sie ein und gehen von der Oberfläche hin zum Grund. Da findet sich vielleicht eine beschwingte Leichtigkeit, fröhliche Unterhaltung, inspirierende Kunst, anregende Diskussionen, unerwartete Momente und ein entspanntes miteinander Ausruhen nach langem Gehen.

All diese besonderen Facetten bilden die Tiefe des Sees und machen diesen Tag so unvergesslich schön!

Schnorchel-Tiefe ausloten: Freundlich mehr herauslocken

Nicht jeder oder jede ist jedoch erpicht darauf, dass ihr ehrlich gemeintes Lob kritisch hinterfragt wird. „Was meinst du denn mit schön???“, kann dann schnell als Kritik aufgefasst werden.

Nehmen Sie deshalb lieber das Feedback des anderen dankend an – und fragen Sie neugierig und offen nach…

Sie sagt: Das war schön mit Dir.

Er freut sich …und fragt:

        • Jetzt werde ich neugierig, was denn genau?
        • Magst Du mir mehr verraten?
        • Oh danke, erzähl mal was genau…
        • Was fandest Du denn besonders schön?

Länger freuen: Eine Erkenntnis aus der Gehirnforschung

Je reichhaltiger wir eine Zeit erleben, umso intensiver speichern wir sie ab. Um je mehr wir zu einer Zeit erinnern, umso »schöner« und länger erscheint sie uns.

Deshalb wirkt auch ein Abenteuertrip nach Honolulu oder ein Aktiv-Urlaub belebender als vierzehn Tage Wellness oder Zeit zu Hause auf Balkonien. Bieten Sie also Ihren grauen Zellen Futter – die danken es Ihnen dann mit handcoloriertem Glanz in Ihrem betriebsinternen Erinnerungsalbum.

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Silke Nuthmann

Ich bin als systemischer Coach und Texterin unterwegs in Sachen Potenzialentwicklung. Mein Business in Kurzfassung: Impulse bieten, wie du stressfrei und gelöst deine Ziele verwirklichst. Dabei schlägt mein Herz für Introvertierte, damit deine Ideen immer genug Gehör bzw. Kunden finden.
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Über Silke Nuthmann

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