Ziele verwirklichen

VORSÄTZE WAHR MACHEN – Teil 3

Künstler-Atelier: Aktionsziele aufhübschen

Sollte ein guter Vorsatz nicht für sich alleine sprechen? Gesünder leben! Meine Beziehung intensivieren! Mehr akquirieren! Alles durchaus attraktive Ziele. Und dennoch steckt der Teufel im Detail, wenn wir nicht nur unseren Willen durchsetzen, sondern mit Herz & Kraft zur Tat schreiten wollen.

Deshalb geht es in diesem dritten Teil zum Vorsätze-wahr-Machen um die Kraft der inneren Bilder und die Magie der Worte.

Unser Bauchhirn hört auf Bilder

Bei der Erforschung kluger Ziele hat sich eine Wissenschaftlerin dafür stark gemacht, zwischen Kopf und Bauch entschieden zu vermitteln, weil sich unsere Vernunft nämlich NICHT gegen die Kraft unseres Unbewussten zur Wehr setzen kann.

Wir rühmen uns zwar, vernunftbetont zu sein und Versuchungen eisern zu widerstehen, doch hat unser Bauchhirn keine Lust mitzumischen, klappt auch die beste Diät nur bis zum nächsten Gang zum Bäcker.

Maja Storch hat zur Tragweite unbewusster Entscheidungen viel geforscht und einige Fakten lassen sich leicht und mühelos auf Ihre Vorsätze übertragen. Ziele müssen für Kopf und Bauch attraktiv sein!

Ziel-Bilder motivieren!

Die wichtigste Regel lautet, dass unser emotionales Hirn, wo auch immer es im Körper beheimatet sein mag, vor-sprachlich ist und am besten durch Bilder motiviert werden kann.

Und jetzt kommt für viele der Aha-Effekt, denn ich rede hierbei nicht von den viel gepriesenen mentalen Vorstellungen von Ihnen als Ihrem »zukünftigen Ich«, etwa als schlank und fit und begehrenswert.

Obwohl dies von vielen Motivationsgurus noch immer empfohlen wird, haben Forschungen ergeben, dass so ein idealisiertes Bild durch den Abgleich mit dem aktuell frustrierenden Ist-Zustand (mit all seinen Rettungsringen beispielsweise) eher demotiviert als anspornt.

Es geht viel einfacher! Wählen Sie irgendein Bild, das Sie aktuell inspiriert und anspricht. Ihr Unbewusstes wird sich automatisch zu etwas hingezogen fühlen, was Ihnen aktuell fehlt oder ergänzend wichtig ist, vielleicht Leichtigkeit, Freude, Mut, biegsame Geschmeidigkeit, leidenschaftliche Hingabe, vertrauensvolle Geduld…

To Go: Motivations-Bild-Suche


Lassen Sie sich durch ein Bild motivieren, das Ihr Inneres anspricht und vertrauen Sie auf die Kraft, die diesem Bild zugrunde liegt. Dazu können Sie entweder ausgerüstet mit einer Kamera oder Ihrem Handy aufmerksam durch Ihren Alltag laufen oder Sie gucken alte Fotoalben durch, sichten Zeitschriften oder stöbern in Bilddateien im Internet.

Lassen Sie sich eher vom Bild finden, als es aktiv zu suchen. Wenn Ihre Wahl etwa auf einen bestimmten Urlaub fiel, wählen Sie spontan das Bild aus Ihrer Sammlung aus, das Sie momentan am stärksten anspricht.

Wenn Sie sich innerlich leicht, inspiriert oder mit einer gewissen Neugier behaftet erleben, dann sind Sie fündig geworden. Achten Sie darauf, dass jedes Motiv das passende ist, solange es Sie innerlich aufrichtet und beschwingt.

Nun können Sie dieses Bild als Anker verwenden, indem Sie es an Ihren Schreibtisch stellen, in Miniaturgröße in die Geldbörse stecken oder als Bildschirmschoner verwenden. Wenn der Kern Ihres Bildes ein Ball ist, werden wahrscheinlich auch echte Bälle Ihre Motivation beflügeln, d.h. jeder Fußball, Tischtennisball oder Golfball könnte Sie unbewusst auf Spur halten.

>> Seien Sie erfinderisch: Der Anker dient hierbei als Erinnerungshilfe, was Sie erreichen wollen, etwa schlank und rank werden!

Tipp: Um ein komplettes Mottoziel gemäß dem Zürcher Ressourcen Modell nach Maja Storch zu formulieren, folgen noch einige Zwischen-Schritte, die ich hier getrost überspringe. Das können Sie in den klugen Büchern bei ihr nachlesen oder einmal live bei mir im Coaching erleben.

Unser Bauchhirn hört auf Worte

Auch gegenüber Worten ist unser emotionales Gehirn nicht immun, insbesondere wenn diese negative Assoziationen wecken. So hat man festgestellt, dass zwar viele Nöte damit haben, sich gesund abzugrenzen bzw. Nein zu sagen, doch als Ziel wirkt diese Formulierung vielfach eher einengend und unattraktiv.

Besser spricht unsere Unbewusstes dagegen auf Formulierungen an wie „mir Freiraum erobern“ oder „mir UND anderen gerecht werden“. Es lohnt also, Ihren Vorsatz einmal auf seinen emotionalen Beigeschmack zu untersuchen:

To Go: Wunderwelt der Worte


Prüfen Sie einmal, ob Ihre bisherige Zielformulierung irgendwelche Bedenken, Unsicherheiten oder gar Bauchweh verursacht. Wenn Sie ein gutes Gespür für Ihren eigenen Körper haben, können Sie beim lauten Aussprechen Ihres Ziel ablesen, ob es irgendwo im Körper zu Spannungen kommt

Signale sind etwa ein Anhalten der Luft, ein Druck in der Magengegend oder angespannte Schultern. Wenn dies der Fall ist, spielen Sie ein wenig mit den Worten herum, bis Sie eine Formulierung finden, die Sie aufatmen lässt. Ein paar Beispiele:

  • Ich akquiriere ab jetzt kontinuierlich.
    Besser: Ich erobere mir einen neuen Kundenstamm!
  • Ich ernähre mich künftig gesund und vollwertig.
    Besser: Instinktiv weiß ich, welche Nahrung mir gut tut. Oder: Ich nähre mich gut! Oder: Ich werde jetzt rank & schlank!

Auch hierbei gilt, dass nur Ihnen die Formulierung gut tun soll, niemand anderem. Behalten Sie Ihr Ziel-Wunder-Wort notfalls für sich, wenn Sie Bedenken haben, jemand anderes könnte es nur kritisch hinterfragen.

Von Bunt auf Schwarz-Weiß umschalten

Zuletzt noch eine weitere Hilfestellung: Manche Ziele sind in Schwarz-Weiß viel leichter durchzuhalten. Was ist damit nun gemeint?

Radikal sein! Ihr Scharz-Weiß-Ziel


Ein Ziel in s/w ist eindeutig und wird entweder eingehalten oder eingestellt:

  • Keinen Tropfen Alkohol mehr! oder: Keine Chips!
  • Keinen Schlaf ohne vorherige Aussprache (oder Versöhnung)!
  • Keine Woche ohne Akquise-Anruf!

Die Idee findet sich auch in der Fastenzeit der Christen: »7 Wochen ohne!«. Das ist ein klares Ziel – und oftmals viel leichter umzusetzen als jeglicher Versuch, sich nur ein wenig zu mäßigen oder zu bessern. Wie viele Chips gefährden meine Diät?

Wenn gar keine Chips erlaubt sind, fällt die Entscheidung leicht. Ab wie lange Aussetzen gefährde ich meine Vertriebsvorgaben? Wenn ich bis Donnerstag noch keinen Neukunden angerufen haben, sollte ich Freitag in die Hufe kommen.

Wenn Ihnen also das Aufhübschen Ihrer Vorsätze allein nicht ausreichend erscheint, dann überprüfen Sie einmal, ob Sie Ihr Ziel radikaler formulieren sollten – und sei es für eine begrenzten Zeitraum, bis sich Ihr neues Verhalten gut eingependelt hat.

Bilder – Worte – und ein Schwarz-Weiß-Filter…

sind meine heutigen Tipps für Sie zum Durchstarten und Durchhalten Ihrer guten Vorsätze. Machen Sie das Beste daraus – und erzählen Sie gern Freunden und Bekannten von meinem Blog!

 

Serien-Übersicht: Der WOW-Effekt beim Vorsätze-wahr-Machen


Lesen Sie mit!  Serien-Auftakt: Aktionsziele erreichen mit WoW-Effekt

Wirkung vorwegnehmen
Offensiv handeln
Wahrnehmung schärfen

 

Folg mir:

Silke Nuthmann

Ich bin als systemischer Coach und Texterin unterwegs in Sachen Potenzialentwicklung. Mein Business in Kurzfassung: Impulse bieten, wie du stressfrei und gelöst deine Ziele verwirklichst. Dabei schlägt mein Herz für Introvertierte, damit deine Ideen immer genug Gehör bzw. Kunden finden.
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Über Silke Nuthmann

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