Ziele verwirklichen

VORSÄTZE WAHR MACHEN – Teil 5

Wegweiser: Die Macht der kleinen Schritte

Jetzt wird es Zeit, Ihr Vorhaben offensiv in die Tat umzusetzen! Sie haben Ihr Ziel ergründet, sind motiviert und bestens gegen erste Stolpersteine gewappnet! Prima, dann los! Gehen Sie Ihrem Ziel entschlossen entgegen, dazu brauchen Sie zunächst nicht mehr zu wissen als den nächsten Schritt!

Ins Tun kommen

Mancher Entschluss beinhaltet eine fast gemeine Nebenwirkung: Denn schon die Entscheidung etwas zu ändern, macht uns ungemein zufrieden. Bereits der Beschluss, mit dem Rauchen aufzuhören, kann langjährige Raucher so zufrieden machen, dass sie das Umsetzen Ihres Vorhabens darüber ganz vernachlässigen. Soweit das Ergebnis einer Studie.

In anderen Bereichen ergeht es uns ähnlich. So kann ich beispielsweise die Erleichterung miterleben, wenn Teilnehmer in meinen Seminaren erkennen, welche Bedürfnisse innerhalb eines Konflikts genau missachtet wurden. Anscheinend versöhnt es uns bereits, wieder mit uns selbst im Reinen zu sein, wenn wir endlich wissen, was genau an der Auseinandersetzung so weh tat. Wir fühlen uns also besser, obwohl noch keine tatsächliche Lösung für den Konflikt gefunden ist. So segensreich, wie dies im Konfliktfall sein mag, so vorsichtig müssen Sie bei Ihren guten Vorsätzen sein.

Mein Tipp: Machen Sie Ihr »Aktiv-werden« nicht vom Gefühl abhängig! Weder vom guten Gefühl kurz nach der Entscheidung noch vom Zweifeln nach dem Start. Denn auch das ist erwiesen: Aufbrechen mag uns zunächst beflügelt, doch schon kurz darauf in eine erste Ernüchterungsphase zurückwerfen. „Soll das richtig sein? Will ich das wirklich? Heute bräuchte ich echt mal ’ne Currywurst mit Pommes rot-weiß….“

Und schon dreht sich das Gedanken-Karussell und wirft Fragen über Fragen auf. Bleiben Sie standhaft und konzentrieren Sie sich einfach jeweils auf den nächsten kleinen anstehenden Schritt. Das hilft!

Baby-Steps: So kommt Ihr Vorhaben ganz groß raus!

»Die kleinen Schritte sinds!«, steht als Graffitti an der Berliner S-Bahn-Station Savignyplatz. An diesem Spruch ist etwas Wahres dran, denn wir bleiben einfach besser am Ball, wenn wir sehen können, dass es vorwärts geht! Und dafür sind Mini-Schrittchen Gold richtig!

Wann immer Sie ins Straucheln kommen oder nachlassen in Ihrem Engagement, überprüfen Sie Ihre Schrittgröße und machen Sie die Anforderungen einfach noch kleiner.

Das kommt Ihnen zwar vielleicht albern vor, aber ich will Ihnen ein Beispiel geben, das mich ziemlich beeindruckt hat. Im Buch „Switch“ von Chip und Dan Heath berichten die beiden Forscher von einer Methode namens Schulden-Schneeball.

Das Prinzip irritiert wohl zunächst klassische Schuldenberater, indem man nicht die teuerste Schuld zuerst abbaut, um Zinsen zu tilgen, sondern umgekehrt mit der kleinsten Schuld anfängt, um diese ganz von der Liste streichen zu können. Und wenn es nur die Versäumnisgebühr bei der Videothek in Höhe von wenigen Euro ist, so motiviert das Streichen dieser Schuld doch ungemein mehr, als wenn ein paar Euro einer schier nicht zu bewältigenden Gesamtsumme kleiner geworden ist. Mit Hilfe dieses Schneeball-Prinzips gelingt es Verschuldeten nach und nach wieder in die schwarzen Zahlen zu gelangen – und genau so funktioniert es auch bei positiven Zielen.

Streben Sie nicht die 10-Kg-Marke auf der Waage an, sondern die ersten 500 Gramm! Nein, am besten starten Sie noch viel früher! Denn um ein halbes Kilo abzunehmen, haben Sie schon enorm viel geleistet:

  • Sich über ihre Essgewohnheiten Gedanken gemacht
  • über alternative Ernährungspläne informiert
  • und erste Änderungen beim Einkauf, unterwegs essen und/oder kochen vorgenommen.
  • Vermutlich haben Sie sich auch mehr bewegt.

Womit haben Sie genau gestartet? War es der Gang auf die Waage? Das Notieren Ihres Jetzt-Gewichts? Der feste Entschluss, dass Sie so schwer nicht mehr durchs Leben gehen wollen? Das genau ist die passende Größe der Mini-Schritte, die hier gemeint sind.

To Go: Heute – morgen – übermorgen


Wichtig für einen offensiven Start ist, den Anfang Ihres Vorhabens nicht in unbestimmte Ferne zu verlegen. „Irgendwann vorm nächsten Urlaub nehme ich ab!“ Na, wenn Sie Pech haben, wird aus diesem vagen Wünschen keine Realität. Wir leben im Hier und Jetzt! Der hehre Vorsatz, etwas morgen vielleicht zu ändern, gaukelt uns bloß eine Entschlossenheit vor, die tatsächlich nicht vorhanden ist.

Wenn Sie also wirklich entschlossen sind, Ihren guten Vorsatz wahr zu machen, dann starten Sie noch heute – und sei es mit einem symbolischen ersten Schritt: Das könnte eine Selbstverpflichtung sein, eine Absichtserklärung in einem Internetforum oder gegenüber einem  Arbeitskollegen: »Ab heute mache ich…! Frag gerne nach, ob ich dran bleibe.«

Setzen Sie Ihre ersten Mini-Schrittchen innerhalb von 72-Stunden um, dann bleiben Sie nachweislich leichter dran. Und sollten Sie doch einmal aussetzen, können Sie mit einem nächsten 72-Stunden-Plan wieder neu beginnen.

Dazu habe ich Ihnen einen Download vorbereitet, in den Sie Ihre Baby-Steps innerhalb der nächsten 72 Stunden eintragen und abhaken können. Viel Spaß bei Ihrem Aufbruch!

  Arbeitsblatt – Die 72-Stunden-Regel [pdf]

 

Serien-Übersicht: Der WOW-Effekt beim Vorsätze-wahr-Machen


Lesen Sie mit! Jeden Dienstag ist Serientag! Dann gibt es eine neue Folge Tipps zum Vorsätze wahr machen!

Wirkung vorwegnehmen
Offensiv handeln
Wahrnehmung schärfen

 

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Silke Nuthmann

Ich bin als systemischer Coach und Texterin unterwegs in Sachen Potenzialentwicklung. Mein Business in Kurzfassung: Impulse bieten, wie du stressfrei und gelöst deine Ziele verwirklichst. Dabei schlägt mein Herz für Introvertierte, damit deine Ideen immer genug Gehör bzw. Kunden finden.
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Über Silke Nuthmann

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