Ziele verwirklichen

VORSÄTZE WAHR MACHEN – Teil 8

Warnsignale beherzt berücksichtigen

Die meisten Vorsätze beinhalten Vorhaben, die es kontinuierlich umzusetzen gilt! Ganz im Gegensatz zu einmalig erreichbaren Zielen sehen wir uns zunächst mit einem ziemlichen Kraftakt konfrontiert, der ganz und gar nicht motivierend erscheint.

Je nachdem wie lange wir zuvor als faule „Coach-Potatoes“ unser Dasein fristeten, umso anstrengender erscheinen die ersten sportlichen Aktionen – und umso verlockender das heimische Sofa.

Heute geht es deshalb um das Erkennen von Rückschritten im persönlichen Umsetzungspensum, um gezielt gegenzusteuern, bevor Sie Ihren hehren (Neujahrs-)Vorsatz jählings begraben.

Straucheln oder kriechen? Signalwirkung beachten

Ich gehe zunächst vom Besten aus: Sie haben einen erstrebenswerten Vorsatz, haben ihn bereits tatkräftig begonnen zu verwirklichen und sind im Großen und Ganzen ganz gut dabei. Doch mogeln sich bereits Tage ein, an denen es nicht so rund läuft?

Um zu erkennen, dass Ihr Projekt allmählich in die Schieflage gerät, brauchen Sie so etwas wie einen Alarm, der Sie aufweckt. Ähnlich wie ein Navi im Auto, das vorm nächsten Blitzer warnt, benötigen Sie einen Detektor, wenn Sie von Ihrer vorgefassten Spur abkommen.

Sie können sich auch eine Art Rauchmelder vorstellen, der Ihnen signalisiert, dass die gute Luft bedroht ist. Allerdings muss dieser Detektor fein justiert sein, denn er muss das Fehlen von zuvor vereinbarten Aktionen bemerken.

Durchhängern proaktiv entgegen wirken

Anfangs waren Sie noch eifrig dabei. Doch dann kam der erste Durchhänger oder die erste Verlockung an anderweitigen Aktivitäten. Die meisten Änderungen ereilen uns schleichend oder wir reden Sie uns schön: „Nur heute gehe ich lieber ins Kino“, sagt man sich – und unverhofft wird aus der wöchentlichen Verabredung zum Sport nur ein ungehaltenes Versprechen.

Wenn dies mal passiert, ist das nicht so dramatisch, doch was, wenn es sich Woche für Woche wiederholt? Ab wann müssen Sie aufmerken und gegensteuern? Wann dürfen Sie auch mal Fünfe grade sein lassen?

Das kann ich Ihnen leider im Detail auch nicht beantworten, denn das kommt sehr stark auf Ihr individuelles Ziel an. Doch ein paar hilfreiche Leitplanken kann ich Ihnen liefern, damit Sie gewappnet sind, Ihrem Vorsatz Beine zu machen, selbst wenn Ihr innerer Schweinehund gerade anderes vorhat.

Rückschritte erkennen und beherzt berücksichtigen

Fangen wir simpel an: Um Ihren individuellen Statusmelder zu programmieren, müssen Sie wissen, welche Signale er werten darf.

1) Ziel konkretisieren: Welche Aktivitäten haben Sie sich vorgenommen?

Beispiel Selbstmanagement optimieren: Zielkriterien

  • Jeden Tag einen aktuellen Tagesplan schreiben.
  • Regelmäßig Pausen machen: möglichst 3x, davon 1x warm essen
  • Am Ende des Arbeitstages offene To dos übertragen.
  • Meinen Schreibtisch aufräumen, bevor ich das Büro verlasse.
  • Einmal pro Woche die Effektivität meiner Planung auswerten.

Im nächsten Schritt legen Sie fest, was Sie davon wie oft ausführen wollen. So erhalten Sie eine Kontrollinstanz, an der Sie sich selbst regelmäßig messen können.

2) Fortschritts-Melder festlegen: Woran erkennen Sie, dass Sie auf einem guten Weg sind?

Beispiel Selbstmanagement optimieren:Fortschritts-Melder

  • Jeden Tag einen aktualisierten Tagesplan schreiben: 5x pro Woche
  • Regelmäßig Pausen machen (3x, 1x warm essen): 2-5x pro Woche
  • Am Ende des Arbeitstages offene To dos übertragen: notfalls morgens neu planen
  • Meinen Schreibtisch aufräumen, bevor ich das Büro verlasse: 3x pro Woche, 2x schludern ist erlaubt (etwa vorm Sport oder einer Verabredung)
  • Einmal pro Woche die Effektivität meiner Planung auswerten: 1x pro Woche!

Idealziel:

Pausen sollten regelmäßig auf 4-5x pro Woche ansteigen.

Diese Punkte dienen Ihnen nun als Grenzmarkierung. Sobald Sie mit Ihren Aktionen zu weit abfallen, geraten Sie in den „Stand by“-Modus und verfolgen Ihre Ziele nur noch halbherzig. Werden Sie aktiv, wenn Sie merken, dass Sie zu lange im Rückschrittsbereich festhängen…

3) Rückschritts-Kontrolle einrichten: Woran erkennen Sie, dass Sie schludern?

Beispiel Selbstmanagement optimieren: Rückschritts-Melder

  • Jeden Tag einen aktualisierten Tagesplan schreiben: ≤ 4x pro Woche
  • Regelmäßig Pausen machen (3x, 1x warm essen): ≤ 2-5x pro Woche
  • Am Ende des Arbeitstages offene To dos übertragen: morgens neu planen = ok
  • Den Schreibtisch aufräumen, bevor ich das Büro verlasse: ≤ 3x pro Woche
  • Einmal pro Woche die Effektivität meiner Planung auswerten: ≤ 1x pro Woche! Jede Woche ist Ziel und Pflicht! [ggf. neue Richtwerte festlegen: 14-tägig reicht?!]

Alarm-Zone

Wenn einer dieser Werte länger als 3 Wochen unterschritten wird, ist höchste Eisenbahn! Besser, ich reagiere früher und steuere direkt in der zweiten Woche bewusst dagegen. Was tun, wenn es tatsächlich passiert ist und Sie mit Ihrer Umsetzung hinterher hinken?

4) Notfall-Plan: Mit welchen Aktivitäten können Sie neuen Schwung in Richtung Ziel aufnehmen?

Kehren Sie im Fall der Fälle zu den Babysteps zurück und machen Sie Ihre nächsten Schritte gen Ziel so klein, dass Ihnen der Erfolg garantiert gelingt. Laden Sie sich dazu einfach erneut das Arbeitsblatt aus Folge 5 herunter.

Jetzt haben Sie zielgenaue Leitplanken festgelegt, anhand derer Sie sich orientieren können. Was bedeuten die einzelnen Fragen in Bezug auf Ihr Ziel? Liegen Sie aktuell im grünen Bereich?

  • Ziel konkretisieren: Welche Aktivitäten haben Sie sich vorgenommen?
  • Fortschritts-Melder festlegen: Woran erkennen Sie, dass Sie auf dem Weg sind?
  • Rückschritts-Kontrolle einrichten: Woran erkennen Sie, dass Sie schludern?
  • Notfall-Plan: Mit welchen Aktivitäten bringen Sie neuen Schwung in Richtung Ziel?

 

Serien-Übersicht: Der WOW-Effekt beim Vorsätze-wahr-Machen


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Silke Nuthmann

Ich bin als systemischer Coach und Texterin unterwegs in Sachen Potenzialentwicklung. Mein Business in Kurzfassung: Impulse bieten, wie du stressfrei und gelöst deine Ziele verwirklichst. Dabei schlägt mein Herz für Introvertierte, damit deine Ideen immer genug Gehör bzw. Kunden finden.
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Über Silke Nuthmann

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