Wandel wagen

Krisen meistern 1 | Chaos in Krisen verstehen

Wandel-wagen_1Wandel geschieht, ob er erwünscht, erhofft oder schlimmer noch ungebeten daherkommt. Eins ist uns wohl allen klar: Ohne Veränderung kann unser Leben nicht gelingen! Und doch tun wir uns oft viel schwerer als erwartet, wenn der Wandel leise oder ungestüm an unsere Türe klopft und um Einlass bittet.

Vertrautes zu verlieren heißt Sicherheiten aufzugeben!

Und darin tun wir uns bekanntlich recht schwer. Lieber harren wir in einer belastenden Situationen brav aus, sei es einer schwierigen Partnerschaft oder einem verhassten Job, statt mutig uns in die Veränderung zu wagen.

Oftmals passiert dann Folgendes…

Von Flieh- und Sogkräften ordentlich durchgerüttelt!

Während wir träge noch auf Besserung hoffen und womöglich länger schon Situationen uns schön reden, gibt das Schicksal uns mitunter einen ordentlichen Schubs:

  • Dieser von außen initiierte Umbruch kann ziemlich unsanft erfolgen.
  • Doch auch selbst ersehnte Veränderungen können zunächst von Zeiten der Orientierungslosigkeit geprägt sein.

Nicht weiter schlimm, wenn du dir klarmachst, dass das ein ganz natürlicher Rhythmus in Wandlungsphasen ist. In solchen Zeiten ist es normal, dass du mehr Hürden als Chancen wahrnimmst.

Betrachten wir einmal die Richtung der Motivation!

Die Raus-aus-Motivation

Manche Veränderungen suchen wir uns nicht aus, sie brechen über uns hinein …

  • der Verlust eines geliebten Menschen
  • eine Kündigung oder das Wegbrechen von festen Kooperationen
  • die Nachricht von einer eigenen schweren Erkrankung

Was ist dir gerade zugestoßen?

All diese Botschaften reißen dich aus einer zuvor erlebten Sicherheit heraus und fordern deine ganze Aufmerksamkeit. Denn bei all dem lassen wir Vertrautes zurück, das wir zunächst schmerzlich vermissen.

Die Weg-von-Motivation

Manchmal beginnt es eher mit einem unbestimmten Sehnen. Etwas fehlt, aber was genau?

  • Wir wollen irgendwie zufriedener sein!
  • Wir wollen NICHT mehr länger streiten!
  • Wir wollen uns NICHT mehr für jeden Auftrag so abmühen!

Was willst du NICHT mehr länger erleben oder ertragen?

Weißt du, was du nicht mehr willst, doch auf die Frage: „Was stattdessen?“ fällt dir noch wenig ein? Unzufriedenheit ist ein Zwischenschritt, der dich auf das Fehlende aufmerksam macht! Sei dankbar dafür!

Chaos initiiert Wachstum und Wandlung

Es gibt typische krisenanfällige Zeiten wie die Pubertät oder Mitdlife Crisis. Oder eine neue Lebenssituation fordert eine Anpassungsleistung von uns – wie die Geburt oder der Auszug eines Kindes, eine Beförderung oder ein Umzug. Ja, auch positive Veränderungen können Krisen auslösen!

Mich hat es mit ca. 44 Jahren erwischt, andere vielleicht etwas früher, andere später. Lies hier über meine persönliche Krise: Zutiefst bin ich immer noch eine Suchende

Wir hinterfragen bisherige Lebensentwürfe und ob das schon alles gewesen sei. Dabei gilt es Trauerarbeit zu leisten, vom eigenen Selbstbild oder auch Menschen und Tätigkeiten Abschied zu nehmen und ein vorsichtiges Sondieren zu wagen, was stattdessen nun Einzug halten darf in unser Leben!.

Erste Hinweise, was gerade bei dir passiert…

Raus aus

Unabhängig wie existentiell die Krise für dich gerade ist, gönn dir Zeit, sie zu verdauen. Häufig erleben wir erst einmal eine innere Zeit des Chaos, in dem scheinbar nichts mehr seinen festen Platz hat. Die Ereignisse wollen verarbeitet oder betrauert werden.

Weg von

Egal, wo du jetzt gerade stehst… Egal, wie genau du schon benennen kannst, wohin du willst… Auch zu wissen „So nicht mehr!“ kann ein wundervoller Startpunkt sein, Veränderungen einzuleiten. Gönn dir Zeit, in Ruhe zu sortieren!

Und das kann helfen:

  • Dieser Zustand kann als chaotisch bzw. schwer steuerbar erlebt werden. Konflikte und Streit sind vor allem für Weg-von-Betroffene nicht selten, ohne schon konstruktiv zu sein. Andere erleben Stresssymptome wie psychosomatische Beschwerden oder Schlafstörungen.
  • Womöglich fällt es schwer zu erklären, was gerade mit dir los ist. Denn man ringt man ja selbst noch um Antworten. Vielleicht erntest du ungläubige Gesichter: „Du kannst doch zufrieden sein!“ oder Schweigen, weil dein Umfeld sich durch deine Trauer und offenen Fragen hilflos erlebt und nicht zu trösten weiß.
  • Zeit zum Innehalten und Sortieren ist oft das, was am wohlsten tut. Wundere dich nicht, wenn du nun Rückzugszeiten für dich suchst, um dein Leben zu überdenken und neu auszurichten.
  • Auch Weggefährten sind hilfreich! Und mitunter ist es gut, wenn diese eher von extern kommen und die nötige Distanz mitbringen, ohne als Freund oder Familienmitglied gleich zu sehr mit zu leiden.

Sind wir durch die Phase des Chaos erst einmal hindurch, dann können neue Wege aufscheinen, die zuvor vielleicht nicht möglich waren!

Neuen Ufern entgegen: Die Hin-zu-Motivation

Segel-neu-setzen
Das ist die Motivation, die von Psychologen als die mit dem stärksten Antrieb beschrieben wird. Aber da müssen wir als „Krisengeschüttelte“ erst einmal hinkommen… einen neuen motivierenden Horizont zu entwickeln!

Neue Ziele mobilisieren Energien, weisen uns den Weg und können uns Kraft verleihen, um die vielen kleinen Schritte zu gehen, die schließlich zum Erfolg führen. In Umbruchzeiten ist bereits vor der Orientierung an neuen Zielen einiges an Schwerstarbeit zu leisten! Würdige dich dafür!

Kurz & knackig


Chaos ist normal, wenn du etwas ungewollt verloren hast!

  • Gönn dir Zeit, deinen Verlust zu betrauern.
  • Such dir parallel Menschen, die ein offenes Ohr für deine akuten Sorgen haben, ohne bereits auf Veränderungen zu drängen.
  • Auch zu wissen, was du nicht mehr willst, hat in dieser Zeit seine Berechtigung!

Lies mit und teile gern deine besten Tipps und Erfahrungen in den Kommentaren (oder der geheimen Facebook-Gruppe ab Anfang nächster Woche)!


Erlebst du dich beruflich gerade mitten im Umbruch?

Dann findest du hier im kompletten März Impulse rund ums Thema „Wandel wagen“. Mein ehrgeiziges Ziel: Tägliche Beiträge, die dich auf deinem Weg Richtung neuem Horizont unterstützen!

Begleitest du mich ein Stück des Wegs?

  • Woche 1 │ab 01.03.16: Wandel ist… herausfordernd! Eine Bildserie
  • Woche 2 │ab 08.03.16: Start von wo? Übungen zum Standort klären
  • Woche 3 │ab 15.03.16: Wagen heißt… was genau? Survival-Strategien
  • Woche 4 │ab 22.03.16: Aufbruch ins Neue! Dem Horizont entgegen

Deine Silke

Wandel ist… herausfordernd: Krisen meistern!

  1. Chaos in Krisen verstehen
  2. Krisen bringen Verdrängtes zum Vorschein
  3. Vom Erleben in Krisen zu dem, was in dir leben will
  4. Finde deine neue Richtung
  5. Entwickle Vertrauen in den Prozess
  6. Wie du über deine Krise hinaus wächst

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Folg mir:

Silke Nuthmann

Ich bin als systemischer Coach und Texterin unterwegs in Sachen Potenzialentwicklung. Mein Business in Kurzfassung: Impulse bieten, wie du stressfrei und gelöst deine Ziele verwirklichst. Dabei schlägt mein Herz für Introvertierte, damit deine Ideen immer genug Gehör bzw. Kunden finden.
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Über Silke Nuthmann

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