Ziele verwirklichen

Warum ich beim Bloggen pausierte und was du daraus lernen kannst

Wenn der Faden der Routine abreißt, wird aus einem kleinen »Break« schnell eine längere Pause. Sieben Wochen ohne einen einzigen Blogbeitrag und erst sieben Artikel in 2015… Puh, wie die Zeit verfliegt! Was ich aus dieser Zeit mitnehme und was du daraus lernen kannst, davon schreibe ich hier.

Marketing lebt von Kontinuität – Sichtbarkeit erst recht!

Während ich in den vergangenen Wochen fleißig bei anderen mitgelesen habe (doch bei Christina Emmers Sichtbarkeits-Challenge eine der Unsichtbaren im Hintergrund blieb), schien die Zeit für mich noch nicht reif, wieder aktiv mitzumischen. Und zwar aus folgenden zwei Gründen:

Rückzüge tun gut

Innere Prozesse brauchen Zeit, speziell für einen Intro wie mich. Halbgares an die große Glocke zu hängen, fällt insbesondere dann schwer, wenn ich es selbst noch gar nicht ganz formulieren kann.

Es begann mit einigen Gedanken rund um meine Ausrichtung

  • Welche Themen will ich zukünftig in den Mittelpunkt meiner Arbeit (und meines Blogs) stellen?
  • Welche Erfahrungen will ich tiefen und welche Aufträge womöglich auslaufen lassen?
  • Was kann ich mittlerweile verblüffend gut und wann strahlt der Funke meiner Leidenschaft so richtig auf?

Zentrale Fragen rund um die Grundfeste meiner Selbstständigkeit, die wichtig, aber selten dringend sind. Fragen so zentral, dass sie zudem selten auf die Schnelle zu beantworten sind.

Monika Birkner hat dafür einen schönen Ausdruck gefunden: Die ›Arbeit am Unternehmen‹ statt die ›Arbeit im Unternehmen‹. Hierbei kann ein Abstand von Alltagspflichten (wie wöchentlich zu bloggen) durchaus neue Freiräume ermöglichen.

Mir tat die kleine Auszeit gut, und anhand von neuen Freundschaftsanfragen über Facebook merkte ich, dass ich trotz reduziertem Engagements nicht gleich vergessen bin!

⇒ Dein Lerngewinn

Ein Rückzug kann dir Raum für grundsätzliche Fragen bieten. Indem du von deiner (Blog-)Routine abweichst, kannst du Antworten auf schlummernde Themen finden – und den Samen für neue Entwicklungen legen.

Strategie vor Aktionismus

Ich stecke also mitten drin… in Grundsatzfragen meiner Positionierung! Manches hat an Klarheit gewonnen und anderes erkunde ich auf seine Umsetzbarkeit.

Darum fiel es mir in den letzten Wochen bedeutend schwerer, eine Sprache für meinen Blog zu finden. An Ideen mangelte es mir zwar nicht, aber hinter allem schwebten stets die Fragen:

  • Vision: Hilft mir das gewählte Thema, in die richtige Richtung unterwegs zu sein?
  • Zielgruppe: Wen erreiche ich damit? Spricht es ›die Richtigen‹ an?
  • Relevanz: Unterhält es nur oder hilft es auch?
  • Strahlkraft: Lässt es bei mir – und bei dir – den Funken überspringen?

Solange ich nur mein wöchentliches Marketingziel erfüllen will, klappt das Schreiben nicht. Bloggen, nur damit ich irgendetwas veröffentlichen kann, reicht mir nicht. Ich brauche eine Mission dahinter!

Meinen Kurs zu hinterfragen, das kostete mich schon Mut. Mut, mich meinen offenen Fragen zu stellen. Fragen, auf die ich nicht sofort eine Antwort wusste. Doch Antworten finden sich erst, wenn ich die richtigen Fragen überhaupt an mich ran lasse. Davon bin ich überzeugt!

Darum gönne ich mir Zeit, um Kräfte neu zu bündeln und mein Tempo entsprechend anzupassen. Ich bin sicher, dass mein Blog und du als Leser/in davon langfristig mehr haben als wöchentliche Weisheiten ohne wahre Substanz!

⇒ Dein Lerngewinn

Prüfe, worin dein Aussetzen begründet liegt! Wenn Grundsatzfragen drängen, gehen sie vor. Gönn dir dafür Zeit und hol dir ggf. Hilfe! Wenn du inhaltlich beim Bloggen nicht vorwärts kommst, könnte jedoch ein anderes Artikelformat oder mehr Übung Wunder wirken.

To Go: Den Wiedereinstieg meistern


Mein neuer Redaktionsplan war früher erdacht als umgesetzt! Denn leider wird selbst das Aussetzen einer Routine viel zu schnell zur Gewohnheit. Deshalb folgen hier noch fünf Tipps, die es dir leichter machen, wieder in Aktion zu kommen oder erst gar nicht voll auszusetzen!

1 – Produziere auf Halde

Die ganz Schlauen unter uns Bloggern sorgen für Notfälle und Auszeiten vor, indem sie über ein paar Standardthemen im voraus schreiben – und genau dann veröffentlichen, wenn es eng wird.

2 – Reaktiviere ehemaligen Content

Unter der Überschrift NEU HERVORGEHOLT kannst du alte Schätze deines Blogs durchaus neu veröffentlichen. Wenn du mehrere thematisch zusammenhängende Artikel hast, kannst du sie mit einer kurzen Einleitung neu verknüpfen.

3 – Nutze die Kraft anderer

Wenn absehbar ist, dass du nur wenige Male pausieren wirst, kann du Raum für Gastautoren bieten. Suche Blogger, die thematisch zu dir passen. So stärkst du gleich dein Netzwerk.

4 – Verändere deine Routine

Wenn du einen gut eingespielten Rhythmus hast, dann ist das sehr nützlich. Womöglich kannst du Auszeiten überbrücken, indem du einfach kürzere Artikel schreibst (statt gar keine). Auch das Strecken deiner Intervalle kann helfen: vierzehntägig statt wöchentlich oder 1x im Monat statt alle 14 Tage!

5 – Setz dir einen Stichtag

Für das Wiedereinsetzen nach einer Pause hilft dir ein fester Stichtag. Für mich war der Monatsbeginn ideal und viel einfacher umzusetzen als letzte Woche schon im Mai zu schreiben. Guck, was dich neu motiviert und lege dich fest. Auch eine Ankündigung bei Facebook, Twitter und Co kann dein Commitment steigern, etwa: »Nächsten Dienstag geht es weiter… Lies mit!«


So, mein Wiedereinstieg ist geglückt! Ich freue mich schon auf die nächsten Themen, die ich für dich in petto habe – und auf deinen Kommentar!

Erzähle mir doch, wie du es mit Blogpausen, inneren Justierungsfragen oder Routinen so hältst. Was hilft dir, wenn dein Fokus vom Bloggen abgelenkt ist?

Deine
Silke

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Silke Nuthmann

Ich bin als systemischer Coach und Texterin unterwegs in Sachen Potenzialentwicklung. Mein Business in Kurzfassung: Impulse bieten, wie du stressfrei und gelöst deine Ziele verwirklichst. Dabei schlägt mein Herz für Introvertierte, damit deine Ideen immer genug Gehör bzw. Kunden finden.
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Über Silke Nuthmann

Ich bin als systemischer Coach und Texterin unterwegs in Sachen Potenzialentwicklung. Mein Business in Kurzfassung: Impulse bieten, wie du stressfrei und gelöst deine Ziele verwirklichst. Dabei schlägt mein Herz für Introvertierte, damit deine Ideen immer genug Gehör bzw. Kunden finden.
Veröffentlicht am | 2 Kommentare

2 Antworten auf Warum ich beim Bloggen pausierte und was du daraus lernen kannst

  1. Inga von Thomsen

    Hallo Silke,
    was für ein wunderbarer Artikel. Komme mir gerade ertappt vor, denn das sind genau die Fragen bzw. Punkte, die bei mir auch anliegen. 😉
    Besonders das Bild der Strahlkraft und der Funke der Leidenschaft gefällt mir!
    So, nun stöbere ich weiter auf deiner Seite.
    Herzliche Grüße
    Inga

    • Silke Nuthmann

      Liebe Inga,
      danke für deinen Kommentar. Mich haben inzwischen einige Rückmeldungen erreicht – und freu mich sehr, dass ich mit meiner Offenheit, so ein persönliches Thema anzuschneiden, anscheinend einen Nerv treffe. Von der eigenen Strahlkraft ist man dann mitunter vorübergehend abgeschnitten, aber um neu Funken zu schlagen, ist so eine Entwicklungszeit einfach Gold wert.
      Lass mal wieder von dir hören!
      Liebe Grüße
      Silke

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