Vom Tiefpunkt zum Wendepunkt

Vom Tiefpunkt zum Wendepunkt

Wenn deine Energie einen Tiefpunkt erreicht, pusht du dich womöglich in die falsche Richtung. Slow down! Wende dich nach innen. Vielleicht ist der Stillstand schwer auszuhalten für dich. Doch auch im Tiefpunkt liegt ein Geschenk. Denn er kommt nicht von ungefähr.

DER BLITZ-CHECK

Folgst du noch deiner Spur … oder bist du dir im Alltag abhanden gekommen?
Welche Pläne oder Projekte behindern dich?
Bist du zu sehr bei anderen, zu wenig bei dir?

Oft passiert vor größeren Durchbrüchen erst einmal das: Wir verteidigen unsere vertraute Welt, selbst wenn sie uns bereits zu eng, langweilig oder überholungsbedürftig vorkommt. Statt Lösungen zu suchen, sehen wir über Dinge hinweg, jammern oder reden sie uns schön. Eine trügerische Sicherheit.

Steig aus der Frust-Spirale aus

  • Woran stößt du dich im Alltag? … und gehst im nächsten Moment schon darüber hinweg!
  • Wo fühlst du dich gefangen in Routinen, Abläufen, Freundschaften oder auch Arbeitsbeziehungen?
  • Locken dich Aussteiger-Fantasien und du würdest am liebsten deine Zelte abbrechen, umziehen, kündigen oder ein Sabbatical einlegen?

Klar, du kannst dein Leben gern komplett umkrempeln! Aber oft ist das gar nicht nötig! Denn meist schmerzen gar nicht ALLE Lebensumstände, sondern eher ein paar vertraute (öde) Dinge, die sich eingeschlichen oder überholt haben, aber nicht mehr zu dir passen.

Bedenke, dass ein radikaler Cut nicht nötig ist. Nur die ersehnte Wende ist im Tiefpunkt noch nicht in Sicht. Und solange du nicht weißt, wie du dein Leben wieder lebendiger gestalten kannst, ist Verdrängung scheinbar hilfreich, denn dann tut es nicht permanent weh. Frag dich: Worin könnte die (heilsame) Botschaft deines Tiefs liegen?

Wach auf!

Betäuben bringt nix, daher empfehle ich dir einen mutigen, aber radikalen Blick auf deinen Alltag:

  • Scheust du dich, Tacheles zu reden, wenn es dir beruflich oder privat zu stressig, langatmig oder gar langweilig wird?
  • Hast du Angst, schlafende Hunde zu wecken und alles noch schlimmer zu machen?
  • Wo gehst du Kompromisse ein zulasten deiner Energie, Zeit, Freude oder deinem Wohlbefinden? Frag dich, zugunsten von was? … etwa deiner Zugehörigkeit zu Familie, Freunden, deiner Arbeit, vertraute Kollegen, deinem Zuhause?
  • Oder versuchst du schon länger, dir Gehör zu verschaffen, um Änderungen zu initiieren? Doch irgendwie ändert sich einfach nichts …

Eine Weile denkst du dir sicher, dass alle anderen sich ja auch einfügen oder gar zufrieden wären in deiner Position. Du aber leidest still … Typischer Fall von Feststecken im Problemsumpf … Wenn du haderst und kämpfst, dich ausgelaugt fühlst oder dich immer wieder über die gleichen Dinge aufregst, dann hängst du fest. Zeit, dich zu befreien.

Genug gezaudert!

Unser Inneres sehnt sich nach Entfaltung. Bleiben wir zu lange verhaftet, werden wir unzufrieden – und oft vom Leben irgendwann recht unsanft aus unserem Kokon gerissen. Leider sorgt dann der nötige Leidensdruck für eine überfällige Kurskorrektur.

BEDENKE: Streit, Stress, gar Trennung, Krankheit oder der Verlust von geliebten Menschen oder unserer Arbeit wirbeln unsere scheinbar so festgefügte Welt gehörig durcheinander. Nicht immer müssen wir so unsanft geweckt werden!

Mache eine Inventur zum Guten

Wichtig ist jetzt, dich gedanklich vom Frust zu lösen! Ziehe eine mutige Bilanz deines aktuellen Lebens und finde heraus, was sich gewandelt hat, so dass dir deine Welt zu klein, eng, freudlos und trist geworden ist. Such nach den Sternen, dem Licht!

  • Was will sich jetzt in deinem Leben verwirklichen?
  • Wovon willst du mehr, wovon weniger erleben?
  • Was bringt deine Lebensgeister neu auf Trab?
  • Welche Lösung würde deine Welt bereichern?

Um Weichen neu zu stellen, blick mutig über Stopp-Schilder und Zweifel hinweg. Ja, vieles scheint anfangs noch verstellt, aber lass deine Zweifel nicht das Ruder übernehmen. Bleib nicht in Provisorien hängen. Je mehr du dich innerhalb des Bestehenden arrangierst, umso weniger sind deine Antennen auf Empfang ausgerichtet.

Oft fehlt dir anfangs eine Ahnung bzw. ein verlockender Horizont, der dich vorwärts zieht. Womöglich ist das Neue außerhalb dessen, was du bisher kennst. Denke möglichst offen und lass dich vom Zufällen oder Begegnungen inspirieren.

  • Was würde deine kühnsten Träume noch toppen, wenn tatsächlich alles möglich wäre?
  • Wie wäre eine ungeahnte Option darüber hinaus?
  • Undenkbar? Lass es im Kopf einfach zu, damit dich der Frust nicht immer wieder einfängt!

Öffne dich als allerersten Mini-Schritt innerlich für (ungeahnte) Unterstützung. Die folgende Übung bietet dir dabei ein hilfreiches Ritual:

Übung: Lass dich vom Leben beschenken! Suchst du nach mehr Staunen, Begeisterung, Zufriedenheit und Erfüllung? Dann gib dir das innerliche Signal, dass du bereit bist für den nächsten Schritt.  

Leg symbolisch einen Schalter um, dass du von nun an fündig wirst für gute Lösungen. Manchmal erwächst daraus bereits der nötige Impuls raus aus der Stagnation. Ein hilfreiches Buch, ein kluger Tipp, ein ermutigendes Gespräch, ein neuer Kontakt ... 

Wie persönliche Wandlung gelingen kann, das treibt mich um und an.

Silke Nuthmann

>> Denk dran: Aus einem Tiefpunkt kann ein Wendepunkt erwachsen!